1. An Zielgruppe & Bedarf orientieren
Wie schon eingangs betont, ist es das A und O, seine Zielgruppe zu kennen. Somit ist es auch in Sachen Warenpräsentation unabdingbar, die Bedürfnisse der Kunden im Blick zu haben. Denken Sie dabei stets vorausschauend und bedarfsorientiert. Oft hängt das Interesse an einem Produkt unmittelbar mit einem anderen, ergänzenden Produkt zusammen. Platzieren Sie daher jene Produkte in unmittelbare Nähe.

2. Ladenzonen optimal ausnutzen
Wichtige Waren, Dauerbrenner und Angebote sollten so präsentiert werden, dass sie dem Kunden ins Auge springen. Platzieren Sie solche Waren in den aktiven Verkaufszonen, wie z. B. im Kassenbereich, bei Abgrenzungen des Ganges, Richtungswechselflächen oder auf der rechten Gehseite des Kunden. Weniger gut eignen sich hingegen der Eingangsbereich, Ecken, Treppenzonen, die linke Gehseite des Kunden oder schlecht beleuchtete Flächen.

3. Bequemlichkeit ausnutzen
Der neue Trend, der sich an dem Modell der Kiosk-Ausstattung orientiert und sich vor allem an den Lebensmittelhandel richtet, nennt sich Convenience (engl.: Komfort, Bequemlichkeit). Dieser Trend erfordert eine andere Art der Warenpräsentation, bei der die Bequemlichkeit an vorderster Stelle steht. Die Waren müssen dabei übersichtlich angeordnet und schnell greifbar sein.

4. Erlebnisse schaffen und Emotionen ansprechen
Wie oben bereits aufgeführt, stellt der Erlebnishandel ein wichtiges Mittel im Kontext der Verkaufsförderung dar. Studien belegen, dass viele Kunden ihre Konsumentscheidungen entsprechend an zu erwartenden Erlebnissen orientieren und auf eine reizstarke Warenpräsentation, welche sie emotional anspricht, reagieren.

Die Waren in Kombination mit reizstarken Emotionswerten zu präsentieren und Höhepunkte zu schaffen, ist daher ein Muss. Dabei helfen entsprechende Highlights und Erlebniszonen, die sich vom übrigen Verkaufsumfeld abheben und den Blick der Kunden auf sich ziehen.

5. An Themen und Daten orientieren
Neue Ware ist in jedem Fall ein verkaufsförderndes Kriterium. Daneben sollte man sich aber immer auch an festen Daten wie Weihnachten, Ostern, Halloween etc. orientieren, sowie jene, die Sie, als Einzelhändler, strukturieren (Jubiläen und ähnliches). Die Vielfalt der Themen sollte in einem entsprechenden Rhythmus in die Warenpräsentation einfließen. Man spricht dann von einer themenorientierten Warenpräsentation, die es erlaubt, viele kreative Methoden anzuwenden.

6. Preise hervorheben
Kunden kaufen preisbewusst ‒ ein Fakt, dem man sich anpassen muss. Dennoch ist gerade dieser Aspekt in Sachen verkaufsfördernder Warenpräsenation eine Gratwanderung. Preist man seine Produkte zu stark aus, kann dahinter schnell Qualitätsmangel vermutet werden. Hält man sich mit der Ausschilderung zurück, könnte der Anschein überteuerter Preise geweckt werden. Finden Sie daher einen guten Mittelweg, agieren Sie über Aktionen und setzen Sie bestimmte Preisformate vor einen entsprechenden Kontext.

Die Kreativität nicht vergessen
Gehen Sie nicht nur systematisch und kalkuliert an die Warenpräsentation heran und konzentrieren Sie sich nicht nur auf die Sortimentsanordnung. Betrachten Sie die Thematik auch aus einem kreativen Blickwinkel. Es sind Ihre Waren, hinter denen Sie stehen und mit denen Sie Ihren Kunden eine Freude bereiten wollen. Seien Sie innovativ!